Dez
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Und es begab sich, dass der Spielplan es den beiden führenden Mannschaften der Regionalliga West bescherte, dass sie sich am letzten Spieltag der Hinrunde um die „Herbstmeisterschaft“ duellierten, besser gesagt um die „Adventsmeisterschaft“, um ihren König zur Krönungszeremonie zu führen. Und so machten sich am Ende des Jahres gleich 6 „Weise aus dem Sauerland“ auf, um ihre Gaben im Stall von Köln-Lindenthal darzubringen.

 

Allzu besinnlich ließen es die Teams jedoch nicht angehen und Geschenke hatte auch niemand zu verteilen – die Abgesandten aus Altena wollte ihre mitgebrachten Gaben gerne wieder mit nach Hause nehmen und am liebsten gleich zwei Punkte dazu. Vor 200 Zuschauern lieferten sich am dritten Adventssonntag beide Teams ein Duell auf spielerischer Augenhöhe und um der zahlenmäßigen Überlegenheit des Kölner Publikums trotzen zu können, setzten die Gäste auf ihre „dicke Trumm“. So gelang es ihnen vor allem zu Beginn der Partie, sich eindrucksvoll Gehör zu verschaffen, was sich bald auch in Zählbarem niederschlagen sollte.

 

In den Doppeln verlief die Weihnachtsgeschichte noch eindeutig, zweimal 3:0 und ein 3:1  - mit „Vorteil Köln“ (2:1) ging es in die erste Einzelrunde. Hier sahen die Expertenmeinungen die Favoritenrollen klar verteilt; prophezeiten im oberen Paarkreuz Siege für Altena und in der Mitte für Köln, so dass man orakelte, das Spiel könnte im hinteren Paarkreuz entschieden werden. Ganz so einfach wollten die Spieler diese Meinungen jedoch nicht bestätigen, gleich die ersten drei Einzel gingen in den Entscheidungssatz und da dreimal zu Gunsten der Gäste aus (Zwischenstand 2:4). Daraus lernten die Kölner schnell und ließen es in den nächsten drei Partien nicht darauf ankommen, sondern machten den Sack jeweils im vierten Satz zu (Zwischenstand 5:4).

 

Als das Burgstädter Spitzenpaarkreuz die Partie erneut drehte (5:6) und Krisztian Katus Frantisek Placek in den ersten beiden Sätzen dominierte (4:11, 6:11), schien eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen. Doch der Tscheche in Reihen des FC kämpfte sich eindrucksvoll zurück und drehte die Partie spektakulär. Mit einer 7:6-Führung ging es dann in die letzten beiden Einzel und der fast gefüllte Nikolaussack musste nur noch geschnürt werden. Doch so einfach wollten die Gäste nicht klein beigeben und packten mit ihrem hinteren Paarkreuz noch einmal den Knecht Ruprecht aus. Der las den Herren Mortazavi und Steinfeld gehörig die Leviten und beide lagen bereits mit 1:2 Sätzen hinten. Mit einem Chor von 200 Engelsstimmen im Rücken verdarben die beiden Geißböcke den Gästen aber dann doch das vorgezogene Weihnachtsfest und bescherten dem heimischen Publikum einen euphorischen 9:6-Heimsieg.

 

Von welchem Regionalligakönig da frohe Botschaft verkündet wurde, war am Ende nicht wirklich klar. Es bleibt ein spannender Dreikampf gemeinsam mit dem neuen Kronprinzenteam vom SV Brackwede und zu hoffen, dass nicht Altenaer oder Brackweder Osterhasen am Saisonende diese ungelegten Eier aus dem Kölner Körbchen stehlen. Allen eine schöne Bescherung.



3 Kommentare

  • Comment by Jim
    Dezember 13th, 2011 at 02:43

    Wir lassen uns nichts aus dem Körbchen stehlen:-) Gut gemacht :-) Lg Jim

  • Comment by Mario
    Dezember 13th, 2011 at 15:19

    Genau! Die Eier bleiben in Köln ;-)

  • Comment by TTC Altena
    Dezember 14th, 2011 at 00:06

    Bislang auf YouTube online das Doppel Placek/Steinfeld vs. Karakulak/Chang. Weitere Videos der Spiele Lang vs. Chang, Placek vs. Buch, Mortazavi vs. Petrovics und Lang vs. Karakulak werden in den nächsten Tagen auf unserem Channel zu sehen sein. Immer mal wieder vorbei schauen.

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